Talente finden

logios.de

Die gesellschaftspolitische Plattform zur Entdeckung und Förderung von Begabungen und Talenten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland und Europa.

Überdurchschnittlich begabte und hochbegabte Kindergartenkinder und Vorschulkinder erkennt man in der Regel an folgendem Verhalten:

  • sie spielen nicht mit gleichaltrigen Kindern,

  • sie verweigern bestimmte Spiele oder Aktionen, z.B. den Stuhlkreis,

  • sie kritisieren das vorhandene Spielzeug,

  • sie orientieren sich an älteren Kindern oder an den ErzieherInnen,

  • sie erscheinen hyperaktiv,

  • sie wirken verträumt,

  • sie wirken belehrend auf andere Kinder, selbst auf die ErzieherInnen,

  • sie haben Probleme mit der Grob- und/oder Feinmotorik,

  • sie scheinen gelangweilt,

  • sie wirken oftmals „altklug“,

  • sie malen und basteln nicht gern

  • sie können manchmal schon lesen und/oder schreiben und/oder rechnen.

Wenn nur wenige dieser Merkmale auf ein Kind in Ihrem Kindergarten zutreffen, sollten Sie die Eltern beraten, dieses Kind mit einem adäquaten Intelligenztest testen zu lassen oder anderweitig fachkundige Hilfe, z.B. im Rahmen einer Beratung, zu suchen. Das frühzeitige Erkennen und Handeln kann die Kinder vor schulischen Problemen bewahren.

Übrigens haben wir für Sie auch eine Checkliste zum Erkennen begabter Kinder eingestellt. Diese können Sie hier downloaden.

WICHTIG! Begabte Kinder können sich das Lesen, Schreiben und Rechnen selbst beibringen und sind NICHT das Ergebnis ihrer ehrgeizigen Eltern, wie es immer wieder heißt.

WICHTIG ist aber auch die Tatsache, dass ein Kind hoch begabt sein, aber trotzdem nicht lesen, schreiben oder rechnen kann.

Auch hier müssen wir wieder darauf hinweisen, dass es unterschiedliche Arten von Intelligenzen und Begabungen gibt und jedes Kind individuell gesehen werden muss.

Ist es begabten Kindern langweilig, werden sie entweder verhaltensauffällig, indem sie herumkaspern, dazwischenrufen, nicht zuhören oder zeigen andere negative Verhaltensweisen. Dies trifft meist auf Jungen zu. Mädchen wirken oft schüchtern, ängstlich oder verträumt und zeigen nicht das, was sie wirklich können. Doch Achtung, auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.

Gerade kognitiv begabte Kinder haben häufig motorische Schwierigkeiten. Dies betrifft sowohl die Grob- als auch die Feinmotorik. Auch Gruppenspiele sind nicht unbedingt ihr Ding.

Unter "Merkmale erkennen" finden Sie weitere Hinweise zum Erkennen dieser Kinder mit den wichtigsten Merkmalen.

Wenn Sie sicher sein wollen, dass sich Ihr Verdacht einer Begabung bestätigt, raten Sie den Eltern zum IQ-Test.

Aber nicht alle Verfahren sind geeignet. Es ist wichtig, sich genau zu informieren. Wichtige Hinweise zum Thema Testung finden Sie unter Intelligenztest.

 

Fordern und Fördern bei Hochbegabung u. überdurchschnittlicher Begabung im Kindergarten 

Begabte und hoch begabte Kinder benötigen eine Menge an Aufmerksamkeit, die in einer größeren Gruppe nicht immer möglich ist.

Wenn diese Kinder allerdings nicht „altersentsprechend“ spielen müssen, sondern auch die Materialien älterer Kinder nutzen dürfen, geht es diesen Kindern oft schon besser. Gerade begabte Kinder haben in der Regel eine hohe Sozialkompetenz, die allerdings von Erwachsenen oft missverstanden wird.

Kleine Aufgaben, die die Gemeinschaft stärken und die den Kindern die Gelegenheit geben anderen helfen oder andere unterstützen zu dürfen, tragen zu einem besseren Verständnis dieser Kinder bei.

Bei begabten und hoch begabten Kindern, auch schon bei Vorschulkindern, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sie nicht unterfordert sind, denn dies trägt maßgeblich zum Verlust des Selbstbewusstseins bei. Deshalb liegt es auch in der Verantwortung der ErzieherInnen, dass diese Kinder kognitiv gefordert werden.

Sollten sie bereits lesen, schreiben und im Zahlenraum von 20 rechnen können, empfehlen wir grundsätzlich eine vorzeitige Einschulung, auch vor dem Stichtag. Da dies für die Eltern oft schwierig ist dies durchzusetzen, ist es wichtig, dass die mit den Kindern arbeitenden ErzieherInnen die Eltern darin unterstützen.

Scheint das Kind noch nicht „reif“ für die Schule zu sein, was allerdings selten der Fall ist, so kann das Kind noch ein Jahr in den Kindergarten gehen, jedoch muss es dann, wenn o.g. Kenntnisse vorliegen, direkt in die 2. Klasse eingeschult werden.

 

Back to Top