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Howard Gardner: "Intelligenz ist eine Fähigkeit, Probleme zu lösen oder Produkte zu schaffen, die für eine bestimmte Gemeinschaft oder Kultur von Bedeutung sind."

Er hat bisher neun verschiedene Intelligenzen definiert.
  • Sprachliche Intelligenz
    (Dichter, Journalisten, Werber, Rechtsanwälte,....)
  • Musikalische Intelligenz
    (Musiker, Dirigenten, Komponisten, ...)
  • Logisch-mathematische Intelligenz
    (Mathematiker, Computerfachleute, Philosophen, ..)
  • Räumliche Intelligenz
    (Schachspieler, Bildhauer, Architekt,..)
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
    (Sportler, Schauspieler, Tänzer, Chirurg, etc )
  • Intrapersonale Intelligenz
    (Fähigkeit, eigene Gefühle, Grenzen und Möglichkeiten gut zu kennen, z.B. Schauspieler, Schriftsteller, Künstler, .. )
  • Interpersonale Intelligenz
    (Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen und ihnen empathisch zu begegnen : Therapeuten, Lehrer, Verkäufer)
  • Naturalistische Intelligenz
    (Fähigkeit, Lebendiges zu beobachten, zu unterscheiden und zu erkennen, für Naturphänomene sensibel zu sein : Förster, Botaniker, Biologen, ....)
  • Existenzielle Intelligenz
    (Fähigkeit, wesentliche Fragen des Daseins zu erkennen und Antworten darauf suchen : Spirituelle Führer, Philosophen, ...)

Lehrer haben immer Kinder mit ein oder mehreren der o.g. Fähigkeiten in ihren Klassen sitzen. In der Grundschule sind nach empirischen Untersuchungen ca 20-30% der Grundschulkinder mit einer sehr guten bis weit überdurchschnittlichen Begabung ausgestattet. In den weiterführenden Schulen verändert sich der Prozentsatz des Anteils dieser Kinder aufgrund der schulischen Selektionsprozesse je nach Schulform.

Gemäß ihrem Auftrag sollen Lehrer jedem Kind d i e Förderung und Aufmerksamkeit zukommen lassen, die den Fähigkeiten eines jeden Kindes entsprechen.

D.h. es gilt Unterricht so zu gestalten, dass diese Forderung realisiert werden kann und Unterforderung für die Begabten und Überforderung für die schwächer Begabten vermieden wird.

Hierzu ist es u.a. wichtig:

  • über das Phänomen Hochbegabung Bescheid zu wissen
  • sich zum Thema Hochbegabung fortzubilden
  • begabte Schüler zu erkennen
  • eine Vielfalt von unterrichtlichen Methoden und Unterrichtsformen bereit zu haben
  • Underachiever (Minderleister) zu erkennen
  • auf die unterschiedlichen Problemkreise der Underachiever eingehen zu können (die  Ängstlichen, die Depressiven, die Kritiker, die Perfektionisten, die Verweigerer, die Vermeider, die "Null- Böcker", die Revoluzzer, ....)
  • die begabten Schüler als Kinder und Jugendliche zu betrachten, die ebenso wie die anderen Schüler Aufmerksamkeit und Wertschätzung der Persönlichkeit brauchen
  • Akzeptieren Sie eigenständige Denkansätze und Lösungswege
  • Vermeiden Sie viele Übungs- und Wiederholungsaufgaben
  • Geben Sie Raum, so dass das Kind seinem eigenen Lerntempo und seinen eigenen Lernbedürfnissen folgen kann
  • Geben Sie dem Kind die Möglichkeit, flow im Unterricht zu erleben (Flow: Zustand, der eintritt, wenn Anforderung und Können im Gleichgewicht sind und mit starker intrinsischer Motivation und guter Begabung einhergehen)

                    Lehrer  

 Literatur

Literatur zur Hochbegabung für Lehrer

Extra-Klasse

Hochbegabte in der Schule erkennen und fördern

Jost, M., Neue Auflage 2004

Was können Lehrer tun? Konkrete Hinweise für den Schulalltag, hochbegabte Kinder zu fordern und zu fördern. Aus der Praxis für die Praxis.

Überspringen von Klassen

Heinbokel, A. , 1996

Im Schulalltag fühlen sich hochbegabte Kinder oft unterfordert. Überspringen ist eine Antwort hierauf. Die Autorin hat das Überspringen wissenschaftlich untersucht

Lichtblick für helle Köpfe

Huser, J., 2000

Ein Wegweiser zur Erkennung und Förderung von begabten Schülern von der 1. – 9. Klasse: Lernstile, Motivation, Kreativität, Flow, Minderleister sind Themen, die die Autorin behandelt. Mit Kopiervorlagen

Hochbegabte Kinder in der Grundschule

Schulte zu Berge, S., 2001 

Nach Aufbereitung des theoretischen Hintergrundes der Begabtenförderung beschreibt die Autorin die sich ergebenden Forderung und ihre Umsetzung in den Grundschulalltag

Begabungsförderung und Lehrerbildung

Wagner, H. Hrsg, 2002 

Sammlung von wichtigen Beiträgen einer Tagung zu den Themenkreisen „ Lehrerbildung“ und  „Begabtenförderung“ und „ Diagnostische Probleme“

Offener Unterricht

Reketat, H., 2001

Die Autorin zeigt, dass offener Unterricht verbunden mit einer Haltung, die Persönlichkeiten akzeptiert, eine Fördermöglichkeit für Begabte in der Regelschule sein kann

Das Schulische Enrichment Modell SEM

Renzulli, J.S. & Reis, S.M. & Stedtnitz, U. 2001 

Ein Werk in zwei Bänden zur Begabungs Förderung ohne Elitebildung. Ein Systematisches Verfahren für Schulen, das darauf abzielt, Schulentwicklung und Entwicklung des individuellen Potenzials In die Schule zu integrieren. Ein „ Bauplan“ mit ganz konkreten Handlungsanweisungen und Kopiervorlagen

Edgar, J & Walcroft, E .: Hilfe, ich hab´einen Einstein in meiner Klasse

2002

Erfahrungsbericht für Lehrer

Grossenbacher, S. Begabungsförderung in der Volksschule, Umgang mit Heterogenität

2000

Sehr praxisorientiert und konkrete Beispiele aus der Schweiz

Peter-Koop, A & Sorger, P.  Mathematisch besonders begabte Kinder als schulische Herausforderung

2002

Praxisorientiert, hauptsächlich für die Grundschule, offener Unterricht

Christa Anderski:
Neuland entdecken

cover
Alein-Verlag, 2002 

Endlich ein theoretischer und praktischer Leitfaden für Lehrer zu dem Thema Hochbegabung

 
 
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