Talente finden

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... und an die Erfahrungen, die ich in meiner Kindheit machte. Schon damals fragte ich mich, warum ich so bin wie ich bin. Ich habe mich eher mit älteren Kindern befasst und oftmals auch

eher mit Erwachsenen unterhalten. Mit vier habe ich im Supermarkt die Schilder wissbegierig gelesen und wollte nichts über alles gerne schreiben können. Ich habe oft so getan ob ich schreibe. Doch es wollte mir keiner beibringen. In der Vorschule lernte ich es dann sehr schnell. Später in der Grundschule fragte ich mich noch mehr, ob ich normal bin. In der zweiten Klasse wechselte ich die Schule, durch einen Brand im Haus. Zum Glück waren wir in der Schule und haben davon nicht viel mitbekommen. Meine neue Umgebung ließ mich erstarren. Ich erinnere mich noch an den Tag, wo ich den Ort zum ersten Mal gesehen habe. Dieser Ort erinnerte mich an eine Mülldeponie. Auch die Schule war nicht gerade sehr schön. Also kam ich etwa eine Woche vor Weihnachten in meine neue Klasse. Ich war schon immer eher der ruhige und schüchterne Typ. Mir gefiel diese Schule nicht. Ich wurde für jünger gehalten, weil ich sehr klein und zierlich war. Von den Schülern und Lehrern unterdrückt, hörte ich irgendwann damit auf nach etwas zu streben. Es ergab für mich keinen Sinn mehr. Meine Schwester veränderte sich, sie hatte sich den Schülern und deren unangemessenen Umgangsformen angepasst. In der dritten Klasse folgte ein hartes Mobbing. Meine Schwester erzählte meiner einzigen Freundin Lügen über mich, so verlor ich schließlich meine letzte Freundin. Zu diesem Zeitpunkt, habe ich angefangen an der Schule zu zweifeln und mich nach dem Sinn zu fragen. Ich machte keine Hausaufgaben mehr und hörte im Unterricht nicht mehr zu. Das zur Folge hatte, dass Ich am Förderunterricht teilnehmen musste. Dort wurde aber nur teilweise der Stoff aus der zweiten Klasse durchgenommen. Wenn ich keine Hausaufgaben machen musste, freut ich mich sehr, denn es bedeutete weniger Stress und auch wenn ich sie nie gemacht habe, so haben sie mich doch sehr gestresst. Ich wusste am nächsten Tag würde ich dafür Ärger kassieren. In den Pausen dachte ich oft nach, in mich gekehrt. Die dritte Klasse musste ich wiederholen. Sportunterricht habe ich meine ganze Schulzeit gehasst. Da ging es immer so um Leistung. Nicht jeder hat die Begabung oder Statur für Sport. Spaß gemacht hat es mir nicht und weil ich ja eh so klein und zierlich war, dürfte ich auch nicht mit auf den Brocken wandern. Der Wald war damals für mich die größte Entdeckerzone. Videospiele oder Konsolenspiele haben mich nicht interessiert. Ich hatte mal einen Gameboy, doch der lag meistens in der Schublade. Tiere fand ich so fantastisch, das ich mir einen Ordner mit sämtlichen Tieren anlegte. Meine neue Klassenlehrerin machte ihrem Namen alle Ehre. Sie war wie eine Würgeschlange. Ja, sie hatte so ihre Lieblinge und auch ihre Hater, bei denen sie es nie anbrennen ließ. Wenn ich vor der Klasse sprechen musste, fing ich oft an zu stottern. Sie meinte einmal ich müsse in eine Sprachschule. Ich erinnerte mich aber auch an einen Tag wo sie mich verteidigt hatte. Einige Schüler beschuldigten mich Toilettenwände beschmiert zu haben. Naja, ich weiß nicht ob das jetzt ein Kompliment war oder sie mich wieder in eine Schublade steckte. Zu dieser Zeit trennten sich gerade meine Eltern. Mein Vater ist ein Alkoholiker und ja, er ist es heute so viele Jahre später auch immer noch. Eigentlich, war ich ziemlich froh das er weg war, doch erinnerte ich mich gern an die schöne Zeit zurück die wir als Familie hatten. Wir hatten damals einen kleinen Garten in den wir Obst und Gemüse anbauten. In den Ferien haben wir oft Verwandte besucht oder auch am Wochenende. Als ich in die vierte Klasse kam, war ich sehr erleichtert, nur noch ein Jahr in der Grundschule zu verbringen. Ich malte mir aus, das es in der weiterführenden Schule besser sein wird. Meine Klassenlehrerin die Würgeschlange hatte irgendwas am Kehlkopf. Jedenfalls konnte die nicht sprechen und wir bekamen eine neue Lehrerin, die sehr nett war. Wir hatten sie bis zum Ende der vierten Klasse. Glücklich darüber, dass ich die Grundschule hinter mich hatte, bekam ich nur eine Hauptschulempfehlung. Ich kam mir dumm vor, dass ich es nur in die Hauptschule schaffte.

Die fünfte Klasse war das schlimmste Jahr, welches ich durchmachte. Es war die selbe Schule, mit einer Lehrerin, die sehr Autoritär war. Sie sagte mal zu uns, wir würden später mal alle von Hartz 4 Leben. Siehe da, ich lebe nicht von Sozialgeld. Bei vielen hatte sie aber Recht, ab und zu begegnete ich mal einigen, die an einer Maßnahme teilnahmen. Damals sah ich meine Lehrerin eher als böse und unverfroren. Sie wollte aber immer nur das Beste für uns. Ich schrieb ihr mal einen bösen Brief, über den sich meine Mutter amüsierte. Die Wut und der Gerechtigkeitssinn, hatten mich dazu gebracht. In der Klasse war ein Mädchen, die selten duschen ging und sich dick Makeup drauf machte. Es sah aus wie Schlamm oder Erde im Gesicht. Sie war dem Mobbing voll ausgesetzt. Ich konnte mir das nicht mit ansehen und ergriff schließlich Partei für sie. Das ging aber in die Hose denn ein paar Tage später, mobbte sie mich mit den Anderen. Ab und zu verbrachte ich Zeit mit ihr, sie klaute mit meine Sachen. Ab der vierten Klasse, musste ich meinen Tag in einer Tagesgruppe verbringen. Da war ich 11Jahre alt. An meinen ersten Tag dort holte mich eine ziemlich kitschige und wie soll ich sie beschreiben aufdringliche Frau ab. Ganz nett war sie. Aber ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Die Tagesgruppe war ganz nett. Ich war dort fast drei Jahre. Die neue Teamleitung stellte dann alles auf den Kopf. So entwickelte ich mich mit 12 Jahren zu einem rebellischen Teenager und meine eigensinnige Art prägte sich weiter aus. Sie behandelten mich wie eine Puppe. Entschieden über meinem Kopf hinweg über mich. In Gesprächen wurde ich raus geschickt. Ich wollte es nicht, dass die fremde Person über mich entscheidet. Auch meine Mutter sollte das nicht tun. Mit ihren Versuchen sie zu beeinflussen, machten sie mich nur noch mehr zum störrischen Teenager. Ich war zwar irgendwie immer ich, doch lebte ich mich zu dieser Zeit voll aus. Nach der Trennung verfiel ich in eine existenzielle Depression. Ich schrieb jeden Tag Tagebuch und verschlang Bücher. Meine Geschichten und Gedichte die ich schrieb schafften mir Ordnung in meinen Gedanken seit dem ich acht war. Ein paar Sachen habe ich heute noch. Doch ich habe damals vieles weggeschmissen. Angezogen von Doc Martens und den Punkern, kleidete ich mich entsprechend. Trug ein Hundehalsband am Hals, was bedeutete, dass ich nicht frei war. Ab der fünften Klasse schwänzte ich regelmäßig. Wenn ich im Unterricht war las ich entweder Bücher oder ich schrieb. Ich habe damals so viele Fehler gemacht, das ist heute nicht anders. Ich fühlte mich in der Schule und Tagesgruppe nicht wohl. Man dachte damals nicht mehr daran dass aus mir mal etwas wird, so erzähle es mir die Team Leitung. Das hatte mich sehr gekränkt, ich war immer ich. Nur ließ ich mir nichts mehr sagen. Gezwungener Maßen, musste ich zum SPZ. Die Frau war etwas komisch, also wollte ich da nicht mehr hin. Letztendlich bin ich auf dem Weg zu meinem Ziel und das hätte ich so oder so verfolgt. Egal, ob es nun so gekommen wäre oder nicht. Mein Interesse für Politik und Religion baute ich weiter aus. Ich war damals regelmäßig in der Kirche. Seit dem die aber etwas komisch wurden nicht mehr. Im Alter von 13 bis 16 wechselte ich ein paar Mal die Schule und dann schließlich an die Schule, an der ich meinen Abschluss machte. Anschließend wechselte ich auf eine Oberschule im Hauptschulzweig. Zum Ziel gesetzt den Realschulabschluss zu machen, brach ich diese nach einem halben Jahr ab. Der Grund war Unterforderung, wie sie schon vorher bestand. Ich weiß nicht, es brach dann einfach in mich aus. Ich entwickelte wieder wie mit 12, eine Essstörung und fing dann an zu Arbeiten. So mache ich das auch bis heute, ich arbeite derzeit Vollzeit in einem Bistro und mache nebenbei meine Allgemeine Hochschulreife an einer Fernschule. Ich rutsche immer mal wieder in ein dunkles Loch, da komme ich immer wieder raus. Ich frage mich aber wie ich das bisher alles überstanden habe. Heute bin ich Mitglied im Vorstand einer Partei und habe mich mit 17 Jahren testen lassen. Mein Interesse für Rechtswissenschaften und Psychologie war immer sehr groß. Neben der Hochbegabung habe ich noch eine hochsensible Ader, in der die Reizüberflutung oft größer ist als ich. Bleibe hart an meinem Ziel Psychologie zu studieren und meinen Traum zu leben.

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